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Informationsüberflutung im Home-Office. Im Arbeitsalltag dem Ohnmachtsgefühl entgegenwirken

Als wäre es gestern gewesen: Die vertraute Stimme eines Kollegen beim morgendlichen Kaffee im Büro, der rege Austausch am Anfang eines Meetings, das ausgeprägte „Wir-Gefühl“ am Arbeitsplatz. Diese kleinen Momente sind durch das prägende Konzept des „Home-Offices“ während der Pandemie seit 2020 in den Hintergrund gerückt. Anstatt dessen: Ein Lächeln in die Kamera im Video-Meeting oder eine virtuelle Umarmung als Abschluss in die Update-Mail an das Team. Das ist der Berufsalltag von vielen Mitarbeitenden heute in den privaten vier Wänden. Gelingt dann noch eine produktive Team-Zusammenarbeit?



Die Zusammenarbeit im Home-Office ist fordernd und zährend - kein Frage. Durch ein richtiges Mindset kann eine neue produktive Unternehmenskultur trotz mehrerer Standorte gestaltet werden. Vom Arbeitgeber ist heutzutage Community Management gefragt. Zufällig zugeloste virtuelle Kaffee-Dates oder Lunch Breaks durch Channel-basierte Kommunikationsplattformen, gewinnen hier immer mehr an Beliebtheit. Trotz Distanz wird auf kreative Art und Weise versucht die Bindung unter Kollegen zu fördern. Heute sorgt der Chat-Bot für die richtige Dosis an Teamgeist und Zusammenhalt. Hier öffnet sich jedoch auch ein weiterer inoffizieller digitaler Kanal im medialen Kommunikations-Dschungel.


Schwierigkeiten bei der Priorisierung von Aufgaben bis hin zu psychischen Belastungen können hier die Folge sein. Vom Arbeitnehmer ist somit eine gelungene Integration in die digitale Kommunikation gefragt. Kleine Tricks können dabei helfen, sich trotz medialer Überflutung in den verschiedenen Kommunikationskanälen, effizient mitzuteilen und somit tagtäglich produktiven Input in das Team einzubringen. Ein paar Tipps:

  • Da durch die vielen verschiedenen Tools und Apps am virtuellen Arbeitsplatz Benachrichtigungen oftmals endlos erscheinen, ist es hier hilfreich sich gezielte Time-Slots im Kalender zu blockieren. Es gilt die Devise des strukturierten Time-Managements, um dem Gefühl der Überforderung entgegenzuwirken. Die Masse an Informationen gilt es zu kanalisieren, damit die asynchrone Entscheidungsfindung gelingt.

  • Versuche bei einer neuen Projektidee stets eine gemeinsame Realität zu erzeugen, indem ein virtueller Arbeitsbereich geschaffen wird, auf welchen jeder miteinbezogene Mitarbeitende Lesezugriff und gegebenenfalls Bearbeitungsrechte hat. Zum Beispiel: Erstelle ein Dokument mit einem Ideenentwurf. Erkläre stets alle Informationen detailliert und gebe die Ideenquelle mit an. Durch diese referenzbasierten Informationen bekommt das Team die Möglichkeit sich mit bestem Engagement und Produktivität am Remote-Projekt zu beteiligen.

  • Eine Botschaft kann oftmals missverstanden werden oder im Zweifelsfall beim Empfänger erst gar nicht ankommen. Gerade im Home-Office und somit durch den Wegfall des direkten Kontaktes, ist es elementar, sich im Team stets ausführlich über den Status, Aufgabenbereiche und Änderungen zu informieren. Hier gilt ausnahmsweise das Prinzip: „Mehr ist Mehr“. Mehr Raum für Fragen einzubinden, mehr Kommunikation zu fördern und ganz wichtig: mehr und präzise die einzelnen Schritte zu dokumentieren. Hier spielt es außerdem eine Schlüsselrolle, die richtige Information auf den Kern zu bringen, um somit den Mitarbeitenden genügend Inhalt im richtigen Kontext zur Verfügung zu stellen.


Oftmals scheitert somit ein effizientes Teamprojekt nicht an dem „was“ kommuniziert wird, sondern „wie“ es kommuniziert wird. Eine effektive und produktive Zusammenarbeit kann auch im Home-Office durch ein wenig Struktur im Alltag gelingen.


 

Kontaktiere uns gerne, wenn du konkrete Möglichkeiten und Maßnahmen für euer virtuelles Teamcoaching, -building sowie -kommuniktion erfahren willst. Wir unterstützen regelmäßig bei der Etablierung von Team-, Führung- und Unternehmenskulturen.


 

Textquelle: ®9© 2020 HERRMANN GLOBAL, LLC GOING REMOTE: A WHOLE BRAIN® GUIDE FOR REMOTE MANAGEMENT & DISTRIBUTED PRODUCTIVITY