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Der Energietank "Unternehmenskultur" ist leer - Hybrides Arbeiten auf dem Vormarsch


Der Wunsch nach hybriden, mehr flexiblen Arbeitsmodellen war bereits vor 2020 bei vielen Arbeitnehmenden präsent. Die "Work-Life-Balance" oder vielmehr "Work-Life-Blend" gaben Home Office Möglichkeiten und "remote work" zunehmend Bedeutung, v.a. für Flexibilität suchende Generationen und Talente.


Für die meisten Unternehmen (4% laut Statista) galt es bis 2020 eher als Ausnahme, dass Mitarbeitenden die Möglichkeit hatten im Home Office zu arbeiten. Es gab zwei Trends, die Home Office entweder als "Employee Benefit" im Sinne der Arbeitgeberattraktivität einordnete oder im Sinne von "Open Space" Infrastruktur nicht mehr allen Mitarbeitenden einen eigenen Arbeitsplatz anbot und Kosten sparten. Seit 2020 arbeiten über 25% der deutschen Arbeitnehmer in den eigenen vier Wänden (Statista). Home Office und virtuelles Arbeiten scheint auf dem Vormarsch. Die Unternehmen haben es selbst in der Hand, ob und in welcher Form dies langfristig anhält.


Der Energietank "Unternehmenskultur" ist leer


Bei vielen Unternehmen, deren Teamerfolg, Mitarbeiter-Loyalität und -Motivation, auf dem freundschaftlichen Miteinander bzw. der guten Unternehmenskultur beruhte ist dieser "Energietank" zunehmend geleert. Nach den vielen Monaten im Home Office, dem virtuellem Arbeiten mit unzähligen Videokonferenzen, ständigen Chat Nachrichten und enger Termintaktung, vermissen Mitarbeitende die soziale Interaktion, die menschliche Nähe und die gemeinsamen Erlebnisse und Gespräche während Mittagessen, vor der Kaffeemaschine oder nach Feierabend.


Mitarbeitende können sich nicht persönlich mit Kollegen und Vorgesetzten treffen - ein mangelndes Zugehörigkeitsgefühl kann entsteht. Zusätzlich zeigen Studien der "Initiative Chefsache", dass Mitarbeitende sich im Home Office weniger von ihrem Arbeitgeber unterstützt fühlen. Da hilft auch keine virtuelle Kaffeeküche, virtuelle Feierabenddrinks oder tägliche Video Check Ins.


Es wird Zeit - höchste Zeit, v.a. für neue Mitarbeitende, welche ihr Onboarding während der letzten Monate virtuell erlebt haben und bisher keine fundierte, kulturelle "Energieaufladung" entwickeln konnten.


Ja, jede Krise bringt Veränderungen und neue Chancen mit sich. Ein Wandel hin zu einer hybriden Arbeitswelt hat einen enormen Einfluss auf die Kultur eines Unternehmens - ohne Frage. Flexibilität gilt schon lange als ein wichtiger Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterzufriedenheit, nicht erst seit die Generation Y auf den Arbeitsmarkt drängt. Jetzt sind die strukturellen Veränderungen gefragt, welche damit einhergehen: Virtuelle Führung, Feedback, Retentionmaßnahmen, Kommunikation, Teambuilding, etc. Hier ist Kreativität und Proaktivität der HR- und Unternehmensverantwortlichen das Gebot der Stunde.


Nur wenn Unternehmen zügig beginnen sich in allen HR Disziplinen weiterzuentwickeln kann diese Chance gut genutzt werden und ein modernes, zukunftsfähiges Arbeitsumfeld für ein sich weiterhin erfolgreich entwickelndes Unternehmen von morgen entstehen.


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