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Agile + fast growing innovative companies = a natural fit!

Wenn es einen Begriff gibt, der die Arbeitswelt dominiert, dann ist das wohl der Begriff 'Agilität'. Überall, wo man sich mit Digitalisierung, Transformation und Change auseinandersetzt stößt man auf agile Methoden, agiles Mindset und agile Organisationen. Aber warum spricht eigentlich jeder von Agilität, was genau verstehen wir darunter und sind alle wirklich so agil wie sie sagen? Einfach nur ein Buzzword oder mehr?



Warum spricht jeder von Agilität?


Die Digitalisierung hat einen Wandel in der Arbeits- und Wirtschaftswelt mit sich gebracht und damit auch neue Herausforderungen für Unternehmen aus allen Branchen. Die Art, wie Produkte und Innovationen entstehen, als auch die Art wie wir zusammen arbeiten, haben sich geändert. An dieser Stelle kommt der Begriff 'Agilität' ins Spiel. Warum agile Unternehmen wichtig sind, lässt sich an drei Anforderungen, die Unternehmen heutzutage erfüllen müssen aufzeigen:


1. Schnelle Produktentwicklung

  • Die fortschreitende Technologie und Digitalisierung führt zu dem Anspruch, innovative Produkte schnellstmöglich auf den Markt zu bringen und alte vom Markt zu nehmen.

2. Individuelle Kundenwünsche

  • Nicht nur die Märkte, sondern auch die Kundenwünsche verändern sich. Deshalb ist es wichtig, Produkte nicht nur schnell zu produzieren, sondern auch individuell den Kundenwünschen anzupassen.

3. Engagierte Mitarbeitende

  • Um Veränderungen auf dem Markt sofort zu erkennen, ist ein Top-Down Management zu langsam. Mitarbeitende müssen selbstständig Entscheidungen treffen und Einfluss nehmen können.




Was genau versteht man unter Agilität?


Agilität ist ein Verhalten beziehungsweise eine Fähigkeit eines Organismus - in unserem Falle eines Unternehmens. Ein agiles Unternehmen hat die Bereitschaft und Fähigkeit, sich den schnell verändernden Bedingungen des Marktes anzupassen, sich kontinuierlich zu entwickeln und schnelle Entscheidungen zu treffen und somit den drei oben genannten Anforderungen gerecht zu werden. Dabei sind Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Selbstorganisation und Dynamik häufig mit agilen Unternehmen in Verbindung gebrachte Aspekte.

  • Agiles Mindset gilt als Kern der agilen Arbeit. Langfristig effizient ist agiles Arbeiten erst dann, wenn ein agiles Verhalten auf der Basis des Mindsets entstehen und ausgebaut werden kann.

  • Agile Teams sind dabei die wichtigste Einheit für die Wertschöpfung des Unternehmens. Dafür sollte ein höchstmöglicher Grad an Selbstorganisation und Selbstführung der Mitarbeitenden ermöglicht werden. Offenheit der Mitarbeitenden gegenüber einander und neuer Themen ist genauso wichtig wie eine transparente Feedbackkultur.

  • Agile Methoden, wie Design-Thinking, Scrum oder Lean-Startup, unterstützen Teams dabei mit einer Gesamtstruktur.

  • Agile Techniken, wie Story-Boards, bieten konkrete Verfahren, die die Arbeit von Teams dabei unterstützt, mehr Eigenverantwortung und effektives Arbeiten zu fördern.

Der Wandel zur agilen Organisation stellt dabei meist eine größere Herausforderung für ältere Unternehmen dar als für junge Start-Ups. Diese haben durch ihre meist von Anfang an lockere Unternehmenskultur und schnelle, unbürokratische Entscheidungswege bereits den Grundstein eines agilen Unternehmens gesetzt.



Und wie agil sind wir wirklich?

Inzwischen beschreibt sich so gut wie jedes Unternehmen als agil. Wie agil Unternehmen wirklich arbeiten, ist schwer zu messen. Viele Unternehmen nutzen agile Methoden oder Techniken, die Agilität ist aber nicht in den Köpfen der Mitarbeitenden oder der Unternehmenskultur verankert. Ohne dieses agile Mindset werden die entsprechenden Methoden und Techniken nicht ihren gewünschten Effekt erzielen.


Die meisten Führungskräfte geben bereits Verantwortung ab und schaffen den Teams mehr Freiräume. Mitarbeitende werden zur Eigeninitiative motiviert, erhalten Befugnisse und Selbstbestimmtheit über ihre Arbeitsgestaltung. Dies hängt aber stark von der jeweiligen Branche ab. IT-Unternehmen setzen häufiger auf agile Methoden als Unternehmen aus anderen Branchen. Dort kann es häufig auch vorkommen, dass nur jeder vierte Mitarbeitende Methoden wie Design Thinking, Innovationslabore oder Lean-Startup kennt oder gar nutzt.



Welche Rolle spielt dabei das Personalmanagement?


Die Personalabteilung arbeitet mit dem wichtigsten Rohstoff des Unternehmens für Agilität: den Mitarbeitenden. Wenn das Unternehmen agil ist, muss es die HR-Abteilung auch sein. Dafür wird die notwendige Eigenverantwortung sowie Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeitenden in den Fokus genommen. Agiles HR übernimmt dabei die Rolle der Organisationsentwicklung und Kulturgestaltung. Damit die Agilität auch wirklich in den Köpfen den Mitarbeitenden verankert wird, macht die HR-Abteilung als Transformator die Organisation und die Mitarbeitenden agil. Dies kann Beispielsweise durch die Einführung von in kürzeren Zeitabständen stattfindenden Mitarbeitendengesprächen, flexibleren Zielen und 360° Feedback beeinflusst werden.



Das Zusammenspiel zwischen Unternehmenszielen und HR Zielen ist dabei essenziell. Die HR-Abteilung muss sowohl sich selbst, als auch die Mitarbeitenden für ständige Veränderungen sensibilisieren, vorbereiten und begleiten. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass es in der Natur des Menschen liegt, Veränderungen mit Zurückhaltung und Skepsis zu begegnen. Denn aus Veränderungen entsteht ein phasenweise erhöhter Aufwand. Deshalb sollten die nachhaltig aufgebauten Strukturen und Prozesse in regelmäßigen Abständen hinterfragt und wenn nötig angepasst werden. Nur so gelingt es, neben den agilen Methoden und Techniken auch den Einsatz der Mitarbeitenden und die Unternehmenskultur nachhaltig agil zu gestalten.


Die Technik für Unternehmen ist vorhanden, um agil zu handeln. Falls ein Unternehmen noch nicht so agil agiert, wie es könnte, liegt es vermutlich an den Menschen.



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